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Technischer Leitfaden · Oktober 2026

Replikation oder Erasure Coding?

Nutzkapazität und Schutzprofile richtig einordnen.

Replikation: vollständige Kopien

Ein replizierter Pool speichert mehrere vollständige Kopien. Bei drei Kopien ergeben 120 TB Rohkapazität theoretisch 40 TB vor Reserven und weiterem Overhead. Die Platzierung auf getrennten Hosts verhindert, dass alle Kopien vom gleichen Host-Ausfall betroffen sind.

Erasure Coding: Daten plus Parität

Ein 4+2-Profil teilt Daten in vier Daten-Chunks und ergänzt zwei Coding-Chunks. Die theoretische Effizienz beträgt 4/6, also rund 66,7 %. Dem Kapazitätsvorteil stehen zusätzliche Berechnung und Recovery-Arbeit gegenüber. Die Eignung hängt von Workload, Pool-Funktionen und Aufbau ab.

Kapazität garantiert keine Verfügbarkeit

Bei Platzierung auf Host-Ebene benötigt 4+2 mindestens sechs geeignete Host-Ausfallbereiche. Diese Mindestzahl stellt noch keine zusätzlichen Hosts für die Wiederherstellung nach einem Host-Ausfall bereit. Planen Sie weitere Ressourcen und prüfen Sie min_size und Recovery-Verhalten des Profils.

Eine eigene Wiederherstellungsstrategie behalten

Eine prozentuale Reserve im Rechner garantiert nicht für jedes Szenario genügend freien Recovery-Speicher. Verteilung und größter Ausfallbereich sind entscheidend. Aufbewahrte Backups außerhalb des betroffenen Ausfallbereichs werden für frühere Datenstände und den Schutz vor Löschen oder Beschädigung benötigt.

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Quellen & weiterführende Informationen

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